100 Jahre St. Johann: Ein Jahrhundert voller Geschichte mit „Herz, Hirn und Horizont“
Mit einem bewegenden Festakt feierte das Studienkolleg St. Johann Blönried gemeinsam mit Gästen aus Kirche und Gesellschaft den Abschluss seines Jubiläumsjahres – auf den Tag genau 100 Jahre nach dem ersten Schultag am 1. Oktober 1926.
Für den feierlichen Beginn sorgte der Schulchor unter der Leitung von Herbert Wenzel, bevor Schulleiter Marc Grünbaum die Anwesenden offiziell begrüßte. In seinem Eröffnungsgruß ging Prof. Dr. Matthias Gronover, pädagogischer Vorstand der Stiftung Katholische Freie Schule, auf das sich gegenseitig ergänzende Zusammenwirken von staatlicher und kirchlicher Bildung ein.
Im Anschluss an einen geistlichen Impuls des Aulendorfer Stadtpfarrers Anantham Antony SVD nahm Monika Tannenberg die Gäste mit auf eine berührende Reise durch ein Jahrhundert Schulgeschichte – von den Anfängen als Steyler Missionsschule für Jungen bis hin zum heutigen modernen Gymnasium.
Mit seiner Festrede „Über Steyler Style und St. Johanner Geist“ begeisterte Prof. Dr. Stefan Walser OFMCap (Abitur 2000) die Gäste, indem er anhand persönlicher Erinnerungen an seine eigene Schulzeit in Blönried das Wesen einer christlichen Bildungseinrichtung skizzierte, die jungen Menschen Werte mit „Herz, Hirn und Horizont“ vermittelt.
Die Reihe der Grußworte eröffnete Frau Ordinariatsrätin Ute Augustyniak-Dürr als Leiterin der Hauptabteilung Katholische Schulen der Diözese. Pater Anantham Antony SVD war die Freude ins Gesicht geschrieben, dass das Studienkolleg den weltoffenen Geist der Steyler Missionare auch nach dem Ende der Steyler Trägerschaft bewahrt hat. Staatssekretär Raimund Haser würdigte St. Johann als einen Ort, an dem Jugendliche Heimat und Geborgenheit erfahren. Aulendorfs Bürgermeister Matthias Burth betonte die langjährige Kooperation mit dem Gymnasium Aulendorf und skizzierte dabei auch seinen persönlichen Bezug als ehemaliger Anwohner sowie als Vater von drei St. Johanner Schülerinnen.
Die Schülerinnen Sara Friedsam und Ida Kleinheinz beleuchteten in einem szenischen Spiel auf charmante Weise Eigenheiten und liebenswerten Seiten des Schulalltags.
Mit einem Stück des Bläser-Ensembles unter Leitung von Severin Hänsler und dem gemeinsam gesungenen Festlied „Großer Gott“ fand der Festakt einen würdevollen Abschluss, ehe der Abend beim gemütlichen Stehempfang ausklang.